50 Jahre Stolli's - Stollis Tauchbasis

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50 Jahre Stolli's

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Glückwünsche

Liebe Maria, lieber Thom

Herzlichen Glückwunsch zum 50. Geburtstag von Stolli’s Tauchbasis. Dann sind wir ja gleich alt 😉
Nun drücke ich ganz fest die Daumen, dass wir euch im Mai beim Meeresbiologie-Seminar wieder sehen. Da können wir ja dann den 50sten und den 10ten des Seminars zusammen feiern 😉
Beste Grüsse und bleibt gesund,

Jochen


Per molts anys família Stollis!!!
Nil

Besondere Glückwünsche zu diesem stolzem Jubiläum!

Ihr, Maria und Tom, dürft Euch zu Recht diesen Anlass adaptieren,
da Ihr die Basis im Geiste Stolli´s weitergeführt und Modernisierungen
-wenn eben möglich - unter Wahrung der Tradition vorgenommen habt.
Mit ganz herzlichen Grüßen
​​​​​​​Wolfhard
Story # 1
UPS für Mary
von Uwe Kiehl, September 2010

Eine nicht alltägliche Gehäuseauslieferung:

UPS for Mary

Schon lange träumt Maria von einer Unterwasserfotoausrüstung. Klein, handlich und hochwertig soll sie sein. Mit Makro, bis hin zum Fisheye Objektiv möchte sie auf Unterwasserfotopirsch gehen, um die Schönheiten in der Bucht von Tamariu (Spanien) auf den Chip zu bannen.
 
Im Sommer 2010 war es dann endlich soweit und Maria hat nach langem Überlegen ihre Bestellung aufgegeben.  Es wurde geordert, eine EOS 550D mit einem 60 mm und 100 mm Makro, ein Zoomobjektiv mit 18 mm - 55 mm Brennweite und als Weitwinkelobjektiv das 10 mm bis 17 mm Zoom von Tokina. Für Landaufnahmen über Wasser sollte es eine 55 mm – 250 mm Zoomoptik sein.
Komplettiert wurde die Kamera mit einem Unterwassergehäuse von UK-GERMANY, mit 45 ° Sucher, und allen notwendigen Planports, Zwischenringen, Domeport  und einem  Subtronic PRO 160 E-TTL Blitz.

Die Tage gingen ins Land und sehnsüchtig wartete Maria auf die Lieferung, die Uwe Kiehl per UPS für den 18.09.2010 zugesichert hatte.
Was Maria aber zu diesem Zeitpunkt nicht wissen konnte, Uwe hat mit Ade telefoniert und ihr mitgeteilt, dass er mit Stefan persönlich nach Tamariu kommt, um Maria die Ausrüstung zu überbringen. Das Besondere dabei: die Übergabe ist unter Wasser geplant und niemand soll vorher von diesem Vorhaben wissen. Eine echte Überraschung.
 
Für Ade beginnt nun eine logistische Meisterleistung. Gilt es doch das Wochenende, besonders den 12.09. so zu planen, dass sie mit Maria zu einem bestimmten Zeitpunkt und unter dem Vorwand, ein neues Seepferdchen entdeckt zu haben, in der Bucht tauchen geht.  Nur so ist sicher gestellt, dass Uwe und Stefan Ade und Maria unter Wasser nicht verfehlen.
 
Am 12.09. um 04.00 Uhr morgens, machen sich Stefan aus Darmstadt und Uwe von Limburg aus auf die Fahrt zum Flughafen Frankfurt-Hahn. Um 06.05 Uhr hebt der Flieger pünktlich ab und bringt die beiden innerhalb von 2 Stunden nach Girona. Mit dem zuvor gebuchten Mietwagen erreichen die beiden, bei sehr schönem Wetter, um 09.00 Uhr Tamariu und treffen sich dort mit Ade zum Frühstück, um den Plan für die Übergabe noch einmal genau zu besprechen.

Nachdem Maria den Hafen mit dem Boot verlassen hat, wird die Ausrüstung für Uwe und Stefan zusammengestellt und auf der Basis versteckt.
Schnell weiht Ade ein tauchendes Pärchen in den Plan ein, sie sollen Maria nach deren Rückkehr vom Bootstauchgang, über die Sichtung des neuen Seepferdchens berichten.
Gegen Mittag ist Marias neue Ausrüstung tauchfertig.
Die EOS 550 D ist mit dem 100 mm Makro bestückt, und der Blitz ist positioniert und einsatzbereit.

Um 13.45 Uhr ist es dann endlich soweit. Unbemerkt beobachten Stefan und Uwe aus sicherer Entfernung, wie sich Ade und Maria auf den Weg zu Bucht machen. Noch während Stolli ein paar Bilder von Ade und Maria schießt, bereiten sich Stefan und Uwe für den Tauchgang vor und begeben sich zum Steg, um unmittelbar darauf auch ins Wasser zu springen.
Die Sicht ist fantastisch, so dass bereits nach zwei Minuten Ade und Maria suchend über der Seegraswiese auszumachen sind. Langsam tauchen die beiden Männer näher. Maria ist so mit der Suche nach dem Seepferdchen beschäftigt, dass sie die beiden näher kommenden Taucher erst im letzten Moment wahrnimmt.
 
Uwe rollt vor Maria ein vorbereitetes Schriftstück aus.  ---Foto UPS for Mary--- schließlich war die Lieferung per UPS angekündigt ;-)
Nachdem Maria die Zeilen gelesen, aber noch nicht so recht den Sinn erkannt hat, überreicht Uwe das Unterwassergehäuse, so dass Maria ihren eingravierten Namen auf der Rückseite lesen kann. Erst jetzt realisiert Maria was gerade gespielt wird. Die Überraschung ist perfekt und gelungen.

Schnell findet sich Maria mit dem Gehäuse zurecht und los geht’s auf  Seepferdchenjagd.  Ein Tintenfisch, ein Flughahn und einige kleine Fische müssen erst einmal als Modelle herhalten, bis Seepferdchen PETRA freischwimmend ihre Kreise zieht. Gerade so, als ob es gewusst hätte, dass Maria mit ihrer neuen Kamera auf Fotopirsch ist. Maria vergisst Raum und Zeit, und so grenzt es an ein Wunder, dass nach dem Verlassen des Wassers noch Luft in der Flasche ist.
 
Wieder an Land, kann Maria ihrer Freude freien Lauf lassen und alle freuen sich mit ihr. Auf der Basis geht dann die unerwartete „Bescherung“ weiter, denn sie bekommt noch die restliche Ausrüstung und kann auch gleich die ersten Bildergebnisse begutachten.
 
Natürlich wird nach dem Tauchen noch gefeiert und der unvergessliche Tag findet im Restaurant einen genussvollen Ausklang. Bereits am nächsten Tag sind Uwe und Stefan wieder auf dem Flug nach Hause und denken zufrieden an die gelungene Aktion.

Story # 2
Wie es zwei Oberösterreicher nach Tamariu verschlug
von Tom

Immer mal wieder werden wir von Gästen gefragt, wie es uns eigentlich nach Tamariu verschlagen hat. Maria dachte, dass ein Newsletter im „Jubiläumsjahr“ vielleicht ein guter Anlass ist auch für uns einen Blick zurück zu werfen und etwas in Erinnerungen zu schwelgen, wie es kam dass zwei kleine Österreicher in die Ferne zogen …

Starten wir vielleicht noch im letzten Jahrtausend, sprich 1999.
3 Wichtige Ereignisse fanden statt:
Gegen Bill Clinton beginnt das Verfahren wegen Meineids im Zuge der Lewinsky Affäre, Günter Jauch moderiert die erste „Wer wird Millionär“ Folge und Maria und ich haben zusammengefunden.
Und nein, zu dem Zeitpunkt haben wir beide noch nicht getaucht. Relativ bald habe ich Ihr dann mitgeteilt dass sie sich darauf einstellen muss, dass ich irgendwann mal nach Spanien auswandern will. Ich wusste zu dem Zeitpunkt nicht wirklich wann, wohin und was ich da machen wollte … aber man kann es ja mal zu Protokoll bringen.
Ich bin mir bis heute nicht sicher, wie sie meinen Geisteszustand damals eingeordnet hat, aber es hat sie offensichtlich nicht abgeschreckt.

Der Beginn unserer Taucherlaufbahn startete noch im selben Jahr bei unserem ersten gemeinsamen Urlaub in der Türkei. Meine beiden Kinder aus erster Ehe – Nina und Martin - waren dabei und haben uns bequatscht an einem Schnuppertauchen im Pool mitzumachen. Hat dann damit geendet, dass wir unseren türkischen CMAS* bei einem schweizer Tauchlehrer gemacht haben.
Beruflich waren wir beide zu dieser Zeit für einen Automobilzulieferer tätig. Maria wechselte dann in den Einkauf für einen Motorradhersteller (KTM).
Ein paar Jahre später wars dann wirklich so weit und wir haben Anfang 2003 gemeinsam beschlossen, dass wir nicht bis zu unserer Pensionierung in dem Trott bleiben und etwas Anderes versuchen wollen.

Da uns beiden die Taucherei Spass machte lag es nahe etwas in diesem Bereich zu suchen.
Jedoch hatten wir damals noch keineswegs im Sinn, eine Tauchbasis zu führen o.ä.
Wir wollten lediglich etwas zurückschalten und als Guides arbeiten. In der Zwischenzeit hatten wir CMAS *** gemacht und ca. 100 Tauchgänge auf dem Buckel.
Wir haben uns auch ein Jahr Zeit genommen um den Schritt gut vorzubereiten und zu entscheiden wo die Reise hingehen soll.

Die endgültige Entscheidung sollte auf der „Boot“ in Düsseldorf fallen wo wir mit einigen Tauchbasen Treffen vereinbart haben, mit denen wir schon im Vorfeld in Kontakt waren. Das war im Jahr 2004. Zur zeitlichen Zuordnung: das war auch das Gründungsjahr von Facebook – wie die Zeit vergeht  ;=)
Das erste Treffen auf der Messe hatten wir gleich mit Ade und Stolli. Die Chemie hat gleich gepasst sodass wir die weiteren Termine eigentlich nur mehr genutzt haben um unsere Entscheidung zu bestätigen, dass Tamariu unser Ziel sein sollte.

Gerne denken wir auch an das erste Treffen mit dem „gemeinen Schotten“ zurück, der stilgerecht im Schottenrock für Poseidon Calella am Stand war. James war damals noch Basenleiter in Calella und hatte mit Stolli einen Gemeinschaftsstand in Düsseldorf. Er war es auch, der später Maria dazu inspiriert hat, im Dirndlkleid am Stand für Aufmerksamkeit zu sorgen.

So, nun wußten wir zumindest wohin es ging. Nach Katalonien. Weder Maria noch ich waren vorher am spanischen Festland gewesen. Einige Grundkenntnisse der Sprache hatten wir uns schon vor ein paar Jahren in einem Abendkurs angeeignet, aber das war noch sehr rudimentär. Das Weitere sollte per „learning by doing“ dazukommen.

Ein paar Wochen hatten wir dann noch für die letzten Vorbereitungen. Dann war es soweit und am 28.April um 6 Uhr morgens ging es mit unserem bis unters Dach vollgepacktem Kombi richtung Süden. Nach einer Zwangspause in Italien wegen defektem Turbo kamen wir am 30.April abends in Tamariu an.
Das war der Start in eine sehr aufregende und abwechslungsreiche Zeit.
Aber das ist eine andere Geschichte …


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